Die „große Marie“ im Kirchturm der Fügener

  1. Dekanatspfarrkirche – auch sie läutete

am Freitag, 27. Juli 2018, um 15:00 Uhr

gegen den HUNGER in Afrika

In den Kirchen Tirols erinnert uns das Läuten der jeweils großen Glocke in jedem Kirchturm, an den Tod von Jesus: ein kurzer Gedanke, ein Innehalten oder gar ein Gebet und ein Dank – oder gar nichts, weil uns das Leben keine Zeit mehr dazu lässt oder es uns einfach egal ist, was da vor 2000 Jahren einer für uns getan hat? Jede Woche im Jahr, an jedem Freitag!

 

Am Freitag, 27.07.2018 war es anders! Es läuteten ALLE Glocken in den Türmen der Tiroler Kirchen! Alle deshalb, weil sie diesmal auch an den Tod von abertausenden Menschen in Afrika erinnert haben, die an HUNGER sterben mussten, an abertausende Menschen, die noch an HUNGER sterben werden! Sie läuteten traurig und sie läuteten ganz hoffnungsvoll – die kleinen und die großen! Sie mahnten aber auch alle korrupten Staats- und Wirtschaftsführungen, alle so reichen Industrienationen und alle, die mit Nahrungsmitteln gedankenlos umgehen! Sie mahnten auch jene, die in der Politik und in unseren Kirchen ganz vorne stehen, endlich ihr Wort zu erheben und sich aktiv gegen den Hunger und auch das ganze riesige – und wahrscheinlich von den meisten noch gar nicht im ganzen Umfang erfasste – Flüchtlingselend nachhaltig einzusetzen.

Sie rufen uns auch künftig zur aktiven Hilfe auf; zu einem Gebet – und viele Gebete bewirken so manches; zu einem finanziellen Beitrag – und ein ganz kleiner Beitrag von jedem kann großes bewegen; – und zu einem „Nein“ zur aktuellen Situation – und die vielen sich ergebenden „Neins“, die diese Lobbys nicht mehr unterstützen wollen, werden unsere Welt doch noch verändern!

Ein bloßer Auftrag zum Läuten der Glocken und damit das Weitergeben an den „kleinen Mann/Frau“ wird nichts ändern und wäre eine Alibiaktion!

Halten wir also künftig an jedem Freitag um 15:00 Uhr INNE und beginnen wir MIT JESUS in unserer Mitte, in unseren Herzen und in unseren Händen, den HUNGER zu besiegen! Stück für Stück, jeder auf seine Weise. Eines ist auch sicher, wenn wir diesen Hunger nach Nahrungsmitteln stillen können, wird der seelische Hunger in uns auch weniger werden!

In der Pfarre Fügen-Fügenberg gibt es in jedem Monat (außer im August und im Dezember) eine Gruppe von Freiwilligen – hauptsächlich Frauen – die Zillertaler Krapfen selber machen und diese dann jeweils am ersten Freitag im Monat, in einem eigenen „Krapfenhäusl“ vor unserem Widum anbieten. Diese Aktion hat großen Zuspruch gefunden – ist aber für das Team in jedem Monat wirklich mit sehr sehr viel Arbeit verbunden.

Die Einnahmen spendieren die „Krapfenweiberleut“ der Pfarre, vor allem um die anstehenden und nicht mehr aufschiebbaren Renovierungsarbeiten an unseren 3 Kirchen und dem Widum zu unterstützen und um bei sozialen Härtefällen in der Pfarre sofort helfen zu können.

Aus diesen monatlichen Erlösen wird nun 12 x im Jahr, ein Betrag von € 111,00 überwiesen, um monatlich eine Ziege (€ 41,00) für eine Familie in Burkina Faso zu kaufen und 10 Kindern in einem Dorf die Nahrungsmittel für einen Monat (€ 70,00) zu sichern.

Gerne können auch Pfarrmitglieder diese Fügener Aktion zusätzlich unterstützen.

Kontonummer 63.800 bei der RAIBA IM VORDEREN ZILLERTAL, BLZ 36.229 / IBAN: AT60 3622 9000 0006 3800 – lautend auf „Fügen gegen Hunger in Afrika“

Zahlungsgrund: 1 Ziege: € 41,00 oder Essen f. 1 Kind/Monat: € 7,00 oder Spende: …

Zahlscheine liegen in unserer Kirche auf! Ein jährlicher Bericht wird veröffentlicht.

Abschließend geben wir der Hoffnung Ausdruck, dass es in unserer Pfarre, in unserer Diözese und in ganz Österreich nicht nur beim Läuten von Glocken bleibt, sondern dass jene, die „was zu sagen haben“ und dann schließlich wir ALLE, dem Hunger und dem aktuellen Flüchtlingselend entgegentreten!