Es ist ganz wichtig unser Brauchtum, unseren Dialekt, unsere Identität zu pflegen. Wenn man das tut, muss man es aber auch richtig machen und somit auch die Hintergründe und das Althergebrachte wissen bzw. sich erfragen! Dann wird es sich auch auf Dauer erhalten, wenn man es aber ohne – wie man heute sagen würde – den nötigen „Background“ einfach einmal macht, dann hat es erstens nichts mit Brauchtum zu tun, zweitens wird es sich nicht lange halten und drittens ist es eher ein „Theater“.

So müsste man eigentlich wissen, dass der Ostersonntag ein ganz besonderer Tag ist, an dem eigentlich neben der Speisenweihe – wenn man das einmal unter „Brauchtum“ laufen lassen will – bei uns nichts anderes “auf dem Programm“ steht. Er ist eben der höchste Feiertag der Christenheit und vor allem kein „Grasausläuter-Tag“! Grasausläuten geht man am oder um den „Jörgitag“, also den Tag des Hl. Georg, am 23. April!

Also kein Brauchtum, sondern irgendein Einfall, um evtl. die ersten zu sein, die a Geld kriagen oder weil man es nicht mehr erwarten kann….????

Das ist eines unser Grundprobleme in der heutigen Zeit, dass wir alles vorziehen und wenn es dann eigentlich soweit ist, uns gar nichts mehr freuen kann, weil wird die Nikoläuse ja auch Ende August schon kaufen können und die Osterhasen bereits ab dem 02. Jänner.

Erinnert sich jemand an den weisen Spruch aus dem Orient, der in etwas so geht: „…wenn ich sitz‘, dann sitze ich, wenn ich ess‘, dann esse ich, wenn ich steh‘, dann stehe ich, wenn ich geh‘, dann gehe ich, wenn ich lauf‘, dann laufe ich … Wenn ihr sitzt, dann esst ihr schon, wenn ihr esst, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann geht ihr schon, wenn ihr geht, dann lauft ihr schon und wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel! Das sollten wir auch einmal überlegen und würden dann evtl. unser Leben in das JETZT zurückholen. Also nichts für ungut, aber alles mit Maß und Ziel und alles zu seiner Zeit! Bitte und DANKE!