Bereits lange wissen wir, dass Holzwürmer im alten Gebälk des Kirchendachstuhls nagen und nagen und nagen. Nach vielen Begehungen, nach vielen Besprechungen, nach so mancher Angebotsprüfung und vor allem nach mühsamem „Geldauftreiben“ wird den Schädlingen nun der Kampf angesagt!

Wenn es die Temperaturen zulassen und die erforderlichen Genehmigungen seitens des Landes und des Bezirks erteilt werden sollten, können wir ggf. bereits in der Woche vom 19. bis 27. März 2018 mit den Arbeiten beginnen.

                      

Die Behandlung an sich verursacht Kosten von ca. € 20.000,00, dazu kommen die Kosten für die Sicherung der Gehmöglichkeiten, Handläufe etc. im Vorfeld, die Kosten für die Entsorgung des vorhandenen Schutts im Gewölbe und für die Maschinen, welche zur Reinigung usw benötigt werden, die wiederum einen Betrag von ca. . 15.000,00 erforderlich machen. Dankenswerterweise stellen die Gemeinden Fügen und Fügenberg, jene Gemeindearbeiter ohne Berechnung zur Verfügung, welche die Entschuttung des Gewölbes vornehmen, sodass hier „nur“ der Betrag  für die vorgenannten Geräte und die Entsorgung anfallen! Danke dafür!

An Subventionen sind weiters eingegangen: € 3.000,00 Landeskulturfonds, € 2.500,00 Bundesdenkmalamt, ein Zuschuss der Diözese wird erst beschlossen. Es verbleiben der Pfarre Fügen somit noch voraussichtliche Restkosten in der Höhe von € 28.000,00,  für diese nicht mehr aufschiebbare Maßnahme. An dieser Stelle muss ich anmerken, dass einige freiwillige Spender seit Ankündigung des Vorhabens und auch einige Personen/Familien, welche leider einen Todesfall hinnehmen mussten, Spenden für diesen Zweck gegeben haben – WIR  DANKEN  EUCH  SEHR  DAFÜR!!!

Für die Arbeiten wird es notwendig sein, dass die Kirche und ein Teil des umliegenden Friedhofs gesperrt werden! Wir werden entsprechende Informationen bekannt machen und mit den erforderlichen Stellen abklären bzw. absprechen.

Als erster Schritt wird eine Feinreinigung mittels Pressluft, Staubsaugern bzw. Handbesen im gesamten Dachstuhl der Kirche, im Kirchturm bis zur ersten Glockenstube  und der südlichen Sakristei erfolgen. Vor der eigentlichen Hochdruckbehandlung mit dem Bekämpfungsmittel werden mögliche Austrittsöffnungen mit Schaummasse verschlossen werden, damit nicht auch noch Malerarbeiten an den Wänden innen und außen notwendig werden. In der Folge wird die Schädlingsbekämpfung durchgeführt. Gleichzeitig wird in der oberen Turmsakristei ein Raum zur Vergasung der Schädlinge an Figuren und tragbaren Gegenständen eingerichtet.

Nach Abschluss all dieser Maßnahmen wird noch die Entschuttung des gesamten Kirchengewölbes erfolgen, bei der auch ein Archäologe des Denkmalamtes vor Ort sein wird, um historisch Wertvolles ggf. vor der Vernichtung zu retten.

… und dann hoffen wir, dass die Imprägnierung lange hilft bzw. hält und sich die unliebsamen Tiere nicht mehr so bald bei uns blicken lassen!

Danke allen freiwilligen Spendern und Helfern, allen Förderern  und auch den Firmen sowie den Gemeindearbeitern!