Am Samstag, 01. Dezember 2018, konnte unser Pfarrer, zusammen mit vielen Kindern, den Hl. Nikolaus in unserer Kirche willkommen heißen. Hornbläser der Fügener Musikkapelle gestalteten den festlichen Einzug des heiligen Mannes in unser Gotteshaus. Begleitet von Pfarrer Erwin Gerst und einer Vielzahl von Engeln, war der Nikolaus für die Kinder zum Greifen nah.

Magdalena und Annalena Wurm unterstrichen den Empfang mit ihrem wunder-baren Flötenspiel. Es gab freundliche und mahnende Worte des Nikolaus für alle Kinder und vor allem für die Erwachsenen. Wie könnte es auch anders sein wenn man „heilig“ ist, dann ist einfach die Liebe Gottes in diesen Persönlichkeiten zu spüren, aber es muss auch das gesagt sein, wo es gerade noch ein wenig zu tun oder zu bedenken gibt! Mit festlichem Glockengeläute zog der Nikolaus mit seinen Engeln, unserem Pfarrer und allen gekommenen Kindern, von der Kirche zum Dorfplatz, wo er noch seine Gaben verteilte.

Zu sagen bleibt noch, dass es schön war, dass in diesem Jahr wieder mehr Kinder mit Begleitung zum Empfang in die Kirche gekommen sind! Danke! Es wäre ein gutes Zeichen, das man unseren Kindern geben könnte, wenn nicht immer der Kommerz und die Unterhaltung vorrangig sind, sondern eben das Einfache, das, das dem Herz gut tut. Unser Nikolaus ist einer unserer Heiligen und hat mit dem „Weihnachtsmann“ und den ganzen Abarten nichts zu tun! Wenn gleich es einen zudem sehr verwundert, dass bei den ganzen überhand nehmenden Krampusläufen und „Höllen-Shows“, so viele Leute kommen und da nichts „zu lange“,“ zu kalt“ oder sonst was ist? Mit dem alten Brauch des Krampus, als Begleiter des Nikolaus hat das ja auch überhaupt nichts mehr zu tun. Es ist halt immer so eine Sache, wenn man sieht, wohin sich die Werte einer Gesellschaft entwickeln. Vielleicht ist es ja auch eine negative Auswirkung unseres Wohlstandes, wenn uns „normal“ gewordene Sachen überhaupt nicht mehr interessieren, wenn wir alte Werte einfach nicht mehr schätzen und pflegen und teilnahmslos werden bzw. nur mehr Berieselung und vorgegebene Freizeitprogramme brauchen? Irgendwann wird man sehen, dass man mit Geld zwar viel, aber nicht alles kaufen kann, wenn die Profitgier Lebewesen – egal ob Mensch oder Tier – zu „Sachen“ degradiert“ und wenn wir „Sachen“ mehr lieben als Menschen und. So etwas darf uns nicht egal werden! Es mag wohl auch die Angst mitspielen, dass man selbst etwas tun müsste, wenn man einen Gedanken einmal wirklich „zu Ende denkt“?

So schließt sich der Bogen wieder und wir sind wieder beim „Nikolaus“. Er hat gehandelt, es war ihm nicht egal, was mit anderen passiert. Er hat das Leben von anderen Menschen wieder „heil-gemacht“ und ist somit ein Heiliger geworden!