Eigentlich ist ja in den letzten Monaten, seit Covid-Beginn, fast alles anders geworden. So auch unsere jährliche Erstkommunion. Im Jahr 2020 konnten wir sie gar nicht feiern und in diesem Jahr wurde das schöne Fest für unsere Kinder nur sehr eingeschränkt begangen.

Die meisten betroffenen Familien hatten dafür Verständnis, andere leider nicht. Man hätte da auch nicht mit Drohungen und anderen Aktion gegen gesetzliche Vorgaben arbeiten müssen, die einfach Fakt gewesen sind. Jedenfalls ist es so, dass auch diese 4 Feiern – jeweils am 13.05.2021 und am 30.05.2021 um 08:30 Uhr und um 10:30 Uhr – auf ihre Weise so schön gewesen sind, wie wir uns das für die Kinder wünschen und sie waren mit Begeisterung dabei. Schon beim Anziehen der Alben im Widum ist alles ruhig und gut verlaufen: die Kinder wurden im Widum abgegeben und auf das Fest vorbereitet während die Eltern bereits alle in der Kirche, mit jeweils 2 erlaubten Geschwistern, in den reservierten und eingeteilten Plätzen, auf den Einzug warteten.

Es waren diesmal nur unsere Kirchenglocken, welche die Erstkommunikanten begleiteten und keine Musikkapelle und trotzdem war es etwas Besonderes und sehr feierlich! Die Lehrpersonen haben ebenso sehr sehr viel Mühe, Zeit und Idealismus in die Vorbereitung gesteckt und das merkt man halt. Unser Pfarrer, der im Seelsorgeraum 8 (!) Erstkommunionfeiern vorzubereiten und zu zelebrieren hatte, hat das Seinige dazu gegeben und die Worte und Gesten die er fand, haben nicht nur die Kinder angesprochen!

Was wären kirchliche Feste ohne unseren Kirchenchor? Bis kurz vor den Terminen hätte es allerdings wirklich ohne ihn gehen müssen. Er war da, in einer Kleinbesetzung von 8 – 10 Sängern, und die haben alles gegeben, sodass einem Nicht-Fügener gar nicht aufgefallen ist, dass eigentlich an die 20 Sänger leider noch immer nicht mitsingen durften. Waltraud und Hermine haben einiges für den wunderbaren Blumenschmuck getan und die Bänke für die Kinder besonders festlich geschmuckt. Ein besonders gutes Bild machen die Fügener Erstkommunikanten wohl sicher auch wegen der einmalig schönen Alben – genäht von Roswitha Hanser, gepflegt, „für jeden individuell aufigmacht und obilassen“ von Anna Fiechtl unterstützt u.A. von Kathrin Eller, sowie den Helferinnen aus dem Krapfenteam, die unsere „Hauptdarsteller“ angezogen haben. Besondere Dienste hatten die Helfer an den Kircheneingängen und die Platzanweiser zu leisten, da ja nur eine begrenzte Teilnehmerzahl wegen der noch immer geltenden Covid-Vorgaben erlaubt war und diese auch nur einen dokumentierten Platz einnehmen durften. Für manche unverständlich und überzogen, für die meisten allerdings ein Beitrag zur Sicherheit.

Da es für alle Vorgenannten ja 4 mal zum Ausrücken war, „Dienstbeginn“ jeweils um 08:00 Uhr gewesen ist und bis alles fertig war, ist es immer nach 12:00 Uhr mittags geworden, hat das Krapfenteam alle diese Helfer auch noch mit einem Frühstück und einer Jause verpflegt.

DANKE also den Erstkommunikanten, dass sie so brav waren, den Eltern und Familen für das Verständnis und allen vorgenannten Beteiligten und Helfern, es ist nicht selbstverständlich, wenn es auch einige wenige meinen!

Schön wäre es jetzt halt noch, wenn die Eltern mit den Kindern auch so manchmal den Sonntagsgottesdienst besuchen würden – oder, es könnten jetzt jene Großeltern oder Paten mit den Erstkommunikanten die Messe besuchen, die es beim Fest unbedingt gerne wollten aber nicht durften – einen Versuch wäre das wert und viele der Kinder würden das sicher gerne tun und sich freuen!