In diesem Jahr meinen es die „Wetterherren“ gut mit unseren Gemeinden, so konnten wir auch die Fronleichnamsprozession bei schönstem Wetter begehen. Der Fronleichnamstag ist eigentlich der festlich begangene Gündonnerstag, an dem wir der Einsetzung der Eucharistie gedenken und welchen wir aus Anlass der Karwoche nicht entsprechend festlich begehen wollen.

Am Antlasstag weckten uns die Böller vom „Krandl Anton“ und das Läuten der „großen Marie“ bereits um sechs Uhr morgens. Unsere Kirche wurde festlich aufgeputzt mit dem „Himmel“, den Fahnen und duftendem Blumenschmuck. Chor, Organist und Orchester probten nochmals am Morgen, damit das Hochamt „mit Pauken und Trompeten“ und Violine zu einem der festlichsten im ganzen Jahr wird.

Viele Erstkommunikanten haben sich wieder ihre weißen Alben angezogen und gingen dann vor dem Himmel mit durch unser Dorf. Die Bürgermeister und Gemeinderäte, die Musikkapelle, die Abordnung der Feuerwehr, der Kameradschaftsbund und auch ein paar Schützen waren gekommen, um unseren Herrn in der Monstranz zu begleiten. Auch unsere Ministranten, Wortgottesdienstleiter und Lektoren, Vorbeter, Fahnen- und Himmelträger, die Träger der Herz-Jesu-Statue und der Muttergottes-Statue sowie Kinder, Frauen und Männer haben sich im Prozessionszug eingereiht.

Den ersten Altar beim Dr. Anderl hat Annemarie Penz hergerichtet, den zweiten am Roaßen beim „Klebl“ Evi Huber, der weiteste bei der schön renovierten Kreuzschmiedkapelle wurde von Familie Hoflacher vorbereitet und das letzte Evangelium wurde vor dem Schloss gelesen – hier haben unsere Mesnerin Waltraud und Hermine mit Unterstützung der Gemeindearbeiter – in Nachfolge unserer leider nichtmehr anwesenden Schwestern der Bubenburg – den Altar hergerichtet und geschmückt. Die Feuerwehr hat die erforderlichen Straßensperren mit Umleitungen und auch die Versorgung mit Wasser bei diesen Temperaturen, vorbildlich und dankenswerter Weise übernommen! Bürgermeister Mainusch hat noch kurzfristig Anweisung gegeben, dass die Blumenbeete entlang des Prozessionsweges im sommerlichen Glanz bepflanzt werden.

Wenn trotz des schönen Wetters bei dieser Prozession auch nicht so viele Teilnehmer gezählt wurden, so sind jene, die gekommen sind, zur Ehre unseres Herrn in der Gestalt des eucharistischen Brotes mitgegangen und haben bei diesem festlichen Bittgang um den Segen für unser Dorf gebetet und sich zu ihrem Glauben bekannt. Das ist ja auch der Sinn, welcher dahinter steht und wichtig ist und kein anderer.

Unser Vikar, Pater Erich, hat unseren Pfarrer wieder vertreten. Erich wir danken dir sehr, dass du in dieser Zeit so viele Dienste wie möglich übernommen hast und übernehmen wirst. Die derzeitige Situation zeigt uns schonungslos auf, dass es nicht mehr selbstverständlich ist, dass ein Priester verfügbar ist, wenn dieser gebraucht wird oder man dies gewohnt ist. Seit unser Pfarrer erneut mit schwerster Erkrankung in die Klinik geflogen werden musste, ist uns das noch deutlicher geworden.

Vielleicht lernen wir aus dieser Situation auch vermeintlich Selbstverständliches mehr zu schätzen und mit unserer Kritik und mit unserem Handeln verantwortungsbewusster umzugehen!

Danke jedenfalls allen, die in Fügen und Fügenberg immer dazu beitragen unsere Feste, ob kirchliche, traditionelle oder andere in dem bekannt schönen Rahmen zu organisieren und zu gestalten. Nur gemeinsam können wir wirklich große Dinge umsetzen.