Am 12.11.2019 – einen Tag nach dem Namensfest des Hl. Martin – gab es bei uns – zur Freude der Kinder – eine Martinsfeier in der Pfarrkirche. Ein Laternenzug kam von der Volksschule, über den Dorfplatz in die Kirche. Dort feierten unsere Kinder und viele Erwachsene mit Pfarrer Gerst den Hl. Martin, der – wie eigentlich jedem bekannt ist – seinen Mantel mit einem Armen teilte. Er ist somit einer jener Heiligen, die uns daran erinnern, was Jesus uns gelehrt und hinterlassen hat, die Nächstenliebe!

Schön, dass auf Initiative der Leitung und des Lehrkörpers der Volksschule in Fügen noch ein Martinsumzug stattfindet und kein „Lichterfest“ oder sonst irgendetwas, was bei uns nicht gewachsen ist. Es genügt ja bereits dieser „Halloween Schmarrn“.

Schade, dass viele von uns diesen großen Mann, Martin, „in die Vergessenheit schicken möchten“ und lieber etwas Künstliches aufbauen, das ohnehin gleich wieder einmal durch was anderes ersetzt oder abgeschafft wird, weil es eben mit unserer Kultur nichts zu tun hat. Im Grunde verkörpert Martin das Gute und die Nächstenliebe, was in allen Religionen und auch bei Bekenntnislosen keine Diskriminierung oder einen Ausschluss bewirken kann!

Ich denke, dass man in einer – noch – auf christlichen Werten basierenden Gesellschaft, ein solches Fest schon noch feiern „dürfen“ sollte.

Dasselbe gilt dann weiter für den Nikolaus oder das Christkind. Da drückt man allerdings eine Auge (besser zwei!) zu, da viel Konsum damit verbunden ist und man ja die „Gaben“ am Nikolaus-Abend und die Geschenke-Flut zu Weihnachten, dann doch wieder nicht abschaffen möchte. Man könnte ja immerhin ein „Winterkonsumfest“ daraus machen, damit ja niemand diskriminiert wird!? Zudem müsste man ja auch „NikolausIN“ schreiben damit das ganze Gender-Getümmel nicht hintergangen wird (Gottseidank ist da die Bezeichnung „Christkind“ neutraler!)

Vergessen wir aber z.B. auch nicht das „Teufel/INNEN-Treiben“! Da kommen ja so viele Erwachsene mit ihren Kindern, dass der Nikolaus ganz schön arm ausschaut und von Diskriminierung ist da keine Rede! (???). Es ist sicher „gut“, dass man Kinder zu solch – wie das heute eben gemacht wird – schaurigen Darbietungen mitnimmt, aber den Martin, der teilt und den Nikolaus, der kleine Geschenke bringt lieber weghaben möchte. Wie schaut es aber dann aus mit der Gewalt schon bei den Kindern? (die nicht nur vom Teufel/INNEN-Tag“ kommt, das ist schon klar. Dies nur als Beispiel.)

Also, es ist ganz schön traurig, das unsere Werte nach und nach untergraben werden! Das hat vordergründig übrigens nichts mit „Katholischer“ Kirche zu tun! Es ist einfach schade, dass wir zu bequem sind, uns für diese Werte einzusetzen, oder wir sie gar nicht mehr schätzen, weil es uns – noch – zu gut geht! Irgendwann wird man draufkommen. Allerdings, wird das dann so sein, wie mit unserer Umwelt! Da sehen wir schon, was wir alle angerichtet haben und es gibt immer noch „Wesen“ die es aus Profitgier oder was auch immer ignorieren.

Bitte wieder mehr Mut! … und: Werde zu einem Martin oder zu einem Nikolaus und nicht zu einem Lichterzwerg oder einem Weihnachtsmann….

Übrigens: auch der Kindergarten von Fügenberg hat einen schönen Martinszug nach St. Pankraz organisiert! Danke Verena, Pater Erich, dem Wirt Christoph und der Gemeinde Fügenberg! Auch hier haben sich nicht nur die Kinder, sondern vor allem auch die Erwachsenen gefreut!