Was war das für ein Gefühl am Palmsonntag in diesem Jahr: Stille, keine Palmstangen und Palmbuschen in einem feierlichen Zug durch unser Dorf, keine aufgeregten und stolzen Kinder, keine Messe in unserer Kirche – nur mehr die Erinnerung  an das, wie wir diesen besonderen Tag früher begangen haben. Es ist wie bei allem, richtig schätzen lernen wir Sachen erst dann, wenn wir sie nicht mehr haben!

Ein „Lichtblick“ für viele war aber das kleine Palmsträußchen, mit einem Gruß (Brief) unseres Pfarrers, an ältere und kranke Pfarrmitglieder. Leider konnten wir nicht alle – die das schätzen –  damit erfreuen, da unsere Gemeinde einfach zu groß ist. Wir hatten 400 Sträußchen zur Verfügung und davon gingen vorab 100 Stück an die Bewohner und die Mitarbeiter in unserem Franziskusheim und im Betreuten Wohnen. Den Anfang für diese ganze Aktion haben Hermine und Thomas Fillafer gemacht, indem sie Palmkätzchen und alles was halt in einen Palmbuschen gehört – leider gibt so gut wie keinen Buchs mehr – geschnitten und in unser Pfarrwidum gebracht haben. Aufgrund der Covid-19 Pandemie wurde das gemeinsame jährliche Palmbuschenbinden abgesagt und unsere Hermine machte sich daran, diese alleine zu binden. Mesnerin Waltraud hat sie auch ein wenig unterstützt. So kamen an die 400 Stück zusammen, zwar in einer „Miniversion“ aber, wenn man so eine Zahl gebunden hat, weiß man auch was man geleistet hat! Vor allem aber ist es ja für den Segen, welcher damit heimgebracht wird nicht ausschlaggebend, wie groß der Palmbuschen ist!

Da die ganzen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie noch verschärft wurden, konnten die Sträußchen nicht wie geplant, am Sonntag um 12:00 Uhr – nachdem sie unser Pfarrer alleine  geweiht hat, vor die Pfarrkirche zur Abholung gestellt werden, weil man leider von Menschenansammlungen ausgehen musste und die Bezirkshauptmannschaft dies zu bedenken gab. So war es notwendig ganz schnell zu handeln und etwas anderes zu organisieren! Für eine Verlautbarung in den Zeitungen war es schon zu spät, nur auf unserer Homepage und an den Anschlagtafeln konnten wir die Pfarrbevölkerung über die Änderungen allerdings informieren. An dieser Stelle möchten wir alle ersuchen, öfters einmal auf unsere Pfarrhomepage zu schauen, da findet man neben der Gottesdienstordnung allerlei Interessantes: seelsorgeraum.fuegen.at

Eine Gruppe von 8 Helfern hat sich aber sofort bereit erklärt, den Segensgruß im Ort zu verteilen:

Hermine Fillafer, Barbara Baumann, Judith Erler, Maria Spalt, Kathrin Eller, Andrä Fankhauser, Klaus Pfister und der Pfarrsekretär sind von Freitag bis Sonntag zu einer kleinen Auswahl in unserer Pfarrgemeinde gegangen, um Sträußerl und Brief zu überbringen – natürlich unter Einhaltung der geltenden Vorsichtsmaßnahmen!

Ich denke, dass man diesen hier Genannten – von Beginn bis zum Ende der ganzen Aktion – einfach nur mit einem Wort begegnen kann: DANKE! Möge dieser Segen, den ihr zu anderen gebracht habt, auch bei euch bleiben! Und vielleicht erinnern wir uns in so einer Situation wirklich wieder im Innersten daran, was dieser Jesus wirklich für uns getan hat, dessen Leidensweg an besagtem Palmsonntag vor so vielen Jahren begonnen hat und sich bis zum heutigen Tag fortsetzt und das für einen jeden von uns.

Vergeltsgott an den Pfarrer und allen, die mitgemacht haben!