Nach der Entfernung des Efeus konnte  nun endlich die Teilrenovierung der Nordfassade durchgeführt werden. Ausständig ist noch die Wiedererrichtung der Priestergrabstätte, was aber in den nächsten Wochen erfolgen wird.

Nachdem mit dem Denkmalamt und dem bischöflichen Bauamt alles abgeklärt war , begann der Kirchenmaler und Restaurator, Gebhard Ganglberger aus Umhausen, unter  Vorgabe der Restaurierung der Fassung aus dem Jahre 1711, mit seiner Arbeit.

Gestartet wurde mit der Freilegung dieser Fassung und Abnahme der Übermalungen bei absoluter Schonung der barocken Oberfläche. Die Malschichten mit unzureichender Bindung wurden gefestigt, Teile des Sockelputzes mussten abgenommen werden, wobei wiederum darunter befindliche historische Putzoberflächen zu erhalten waren. Zellstoffkompressen zur Aufnahme von leicht löslichen Salzen wurden aufgebracht und anschließend wurde die Fassade gereinigt.

Ein zweilagiger Kalkputz, dessen Deckschicht exakt dem Bestand anzupassen war, wurde aufgebracht und anschließend erfolgte ein Anstrich mit Kalkfarbe.

Zum Abschluss  wurde die Fassadenmalerei aus dem Jahre 1711, Fenster mit Rahmung und Geschoßbänder sowie die Ochsenaugen im Dachgeschoss, restauriert.

Das kleine, nach Westen hin anschließende Wandstück wird bei Vorhandensein eines Steigers noch entsprechend gereinigt und gefärbelt werden.

Das Denkmalamt, das diözesane Bauamt und wir alle sind sehr zufrieden mit der Arbeit des Restaurators. Es ist schon ein schönes Bild, wenn man in Fügen vom Dorfplatz her zur Kirche kommt und diesen stattlichen Pfarrhof, dessen Grundmauern vor ca. 1000 Jahren gelegt wurden, sieht.

Die Umsetzung konnte aus Mitteln der Pfarrpfründe mit Zuschüssen von Land, Denkmalamt und Diözese erfolgen. Natürlich kommen bei jeder aktuellen Baumaßnahme immer auch Erlöse aus unserem Zillertaler Krapfen Verkauf  zum Einsatz!

Vielleicht kann die Fassadenrenovierung einmal über die gesamte Fassadenfläche ausgedehnt werden, wenn wieder Geld verfügbar ist. Als nächste Maßnahme am Fügener Widum muss jedoch eine Teilerneuerung des Daches umgesetzt werden, da die derzeitigen Dachplatten noch aus der Vorkriegszeit stammen und derart desolat sind, dass kein Aufschub mehr möglich ist, um die Bausubstanz nicht noch mehr zu schädigen.