Von „Taxach“ (Ortsteil von Ried) aus, auf einem Feldweg in ungefähr 15 Minuten erreichbar, liegt mitten im Wald  die „Riedbergkapelle“. Zu Ehren der Muttergottes erbaut und der innigen Marienverehrung zugetan, lag sie ursprünglich am Riedbergweg. Durch den Bau der Straße geriet die Kapelle etwas in Vergessenheit.

Der Zeitpunkt des ursprünglichen Kapellenbaus ist zwar nicht mehr genau feststellbar, im Jahre 1913 erfolgte jedenfalls eine Erweiterung. Die Wand an der Rückseite der Kapelle wurde durchgebrochen und eine „Grotte“ angebaut. Erforderlich wurde diese Vergrößerung damals wegen einer „Bernadette-Statue“, die der damalige Seelsorger Pfarrer Johann Egger vom Bildhauer Johann Sporer (Ramsberg) für die Kapelle schnitzen ließ. Die Aufstellung der Statue war aber im vorhandenen Raum aus Platzgründen nicht möglich.

Zahlreiche Spenden und unentgeltliche Leistungen ermöglichten im Jahr 1973 eine dringend notwendig gewordene, gründliche Restaurierung der Riedbergkapelle. Außerdem ruft seit dem Jahr 1989 eine Glocke die Gläubigen zur Andacht.  Die Finanzierung der Glocke und der Bau des dazu erforderlichen Turms wurde unter anderem durch die großzügigen Spenden der Riedberger Bevölkerung ermöglicht.

Die Kapelle erfreute sich in früheren Jahren eines großen Zuspruchs. Alljährlich wurde zum Beispiel am „weißen Sonntag“, dem Tag der Erstkommunion, nachmittags eine eigene Prozession zur Kapelle abgehalten, an der neben den Erstkommunikanten auch die übrigen Schüler der Volksschule Ried teilnahmen. Dazu wurden damals noch  Bittgänge zur Kapelle abgehalten; Aktuell werden jedes Jahr im Mai Maiandachten gehalten  und im Juni ein Kreuzweg von Ried aus zur Riedbergkapelle gegangen.

(Quellennachweis: Kirchenführer der Pfarre Ried/Kaltenbach)