Fügen Kapfinger Kapelle

Die Muttergotteskapelle im Fügener Ortsteil Kapfing wurde 1746 unter Dekan Enzenberg errichtet. Sie ist eine Stiftung des Hans Geisler, des Besitzers des Hofes „Alweiner“ in Kapfing. Auf dem Altar dieser Kapelle wurde in einem verglasten und vergoldeten Schrein ein sogenanntes „Prager Jesuskind“ aufgestellt.

Fügen Kapfinger Kapelle Prager Jesulein

Der Brixner Bischof Leopold von Spaur verlieh dieser Kapelle im  Jahre 1749 einen 40-tägigen Ablass, den alle erwerben konnten, die das Prager Jesuskind verehrten und für die Ausrottung der Ketzerei im Zillertal beteten. Der Hintergrund dieses Ablassbriefes wird verständlicher, wenn man weiß, dass gerade in  dieser Zeit der Protestantismus im Zillertal erneut aufflackerte.

 

(Bild u. Quellennachweis: Pfarrarchiv Fügen, Fügener Dorfbuch von Heinz Moser / Gemeinde Fügen)